Überwässerung erkennen und vermeiden - so rettest du deine Pflanzen

Wer Zimmerpflanzen liebt, kennt das Problem: Man möchte es besonders gut machen, gießt fleißig – und plötzlich fangen die Blätter an, gelb zu werden oder abzufallen. In vielen Fällen steckt Überwässerung dahinter. Doch keine Sorge: Wenn du weißt, wie man Überwässerung erkennt und vermeidet, kannst du deine Pflanzen nicht nur retten, sondern auch langfristig gesund halten.

In diesem Artikel erfährst du, welche Anzeichen typisch sind, warum zu viel Wasser gefährlich ist, welche Ursachen es hat und vor allem, wie du deine Pflanzen davor schützt.

Warum Überwässerung so gefährlich ist

pflanzen werden gegossen

Viele Pflanzenliebhaber glauben, dass viel Wasser gleichbedeutend mit viel Pflege ist. Das Gegenteil ist der Fall. Pflanzen benötigen zwar Flüssigkeit, aber eben auch Luft im Wurzelbereich. Wenn die Erde dauerhaft nass bleibt, passiert Folgendes:

  • Die Wurzeln bekommen zu wenig Sauerstoff

  • Es bildet sich Wurzelfäule durch Pilze und Bakterien

  • Nährstoffe werden ausgewaschen und sind für die Pflanze nicht mehr verfügbar

Das Ergebnis: Statt gesund zu wachsen, werden die Pflanzen immer schwächer – bis sie schließlich absterben. Genau deshalb ist es so wichtig, Überwässerung zu erkennen und zu vermeiden.

Typische Anzeichen von Überwässerung

Damit du rechtzeitig handeln kannst, solltest du die Warnsignale deiner Pflanzen kennen. Nicht immer sind sie sofort eindeutig, aber mit etwas Übung kannst du Überwässerung schnell erkennen.

  1. Gelbe Blätter
    Wenn die Blätter von unten her gelb werden, ist das oft ein Hinweis auf Staunässe.

  2. Schlappe oder welke Blätter trotz feuchter Erde
    Viele verwechseln dieses Symptom mit Trockenheit und gießen noch mehr – dabei ist genau das das Problem.

  3. Schimmel auf der Erde
    Weißliche Beläge auf der Erdoberfläche entstehen, wenn sie zu lange feucht bleibt.

  4. Muffiger Geruch aus dem Topf
    Ein unangenehmer Geruch deutet fast immer auf beginnende Wurzelfäule hin.

  5. Schwarze oder matschige Wurzeln
    Wenn du die Pflanze aus dem Topf hebst und die Wurzeln dunkel und weich sind, ist das ein sicheres Zeichen für Überwässerung.

👉 Tipp: Achte darauf, mehrere dieser Symptome zu prüfen, bevor du handelst. Denn auch Nährstoffmangel oder Lichtmangel können ähnliche Anzeichen verursachen.

Produktempfehlungen gegen Überwässerung

🪴 Blumentopf mit Drainagelöchern
Verhindert Staunässe zuverlässig und sorgt für gesunde Wurzeln.

💧 Feuchtigkeitsmesser
Zeigt dir genau, wann deine Pflanze Wasser braucht – Schluss mit Rätselraten.

🌱 Hochwertige Blumenerde
Locker, durchlässig und ideal für Zimmerpflanzen, damit Wasser nicht stehen bleibt.

Ursachen von Überwässerung

Damit du das Problem dauerhaft in den Griff bekommst, solltest du verstehen, warum Überwässerung überhaupt entsteht. Typische Ursachen sind:

  • Zu häufiges Gießen aus Angst, die Pflanze könnte vertrocknen

  • Fehlende Drainage im Topf: Wenn kein Wasser ablaufen kann, staut es sich am Boden

  • Falsche Erde: Dichte Blumenerde hält zu lange Feuchtigkeit

  • Überdimensionierte Töpfe: Große Erdvolumen speichern mehr Wasser, als die Pflanze aufnehmen kann

  • Zu wenig Licht oder Wärme: In kühlen Räumen verdunstet Wasser langsamer, die Erde bleibt länger feucht

Wenn du diese Ursachen kennst, fällt es dir leichter, Überwässerung zu vermeiden.

So vermeidest du Überwässerung – die besten Tipps

Pflanzen gießen

1. Richtig gießen lernen

  • Prüfe vor jedem Gießen mit dem Finger, ob die obersten 2–3 cm Erde trocken sind.

 

  • Alternativ: Nutze einen Feuchtigkeitsmesser (siehe Produkttipp unten).

2. Töpfe mit Drainagelöchern verwenden

Staunässe ist einer der Hauptgründe für Überwässerung. Wähle daher Töpfe mit Löchern im Boden. Überschüssiges Wasser kann so ablaufen.

3. Drainageschicht einbauen

Eine Schicht aus Blähton oder Kies am Topfboden sorgt dafür, dass Wasser nicht direkt an den Wurzeln stehen bleibt.

4. Erde anpassen

Lockere, luftige Erde mit Sand oder Kokosfasern verhindert, dass Wasser zu lange gespeichert wird. Für jede Pflanze gibt es spezielle Substrate, die Staunässe vorbeugen.

5. Umgebung berücksichtigen

Stelle Pflanzen nicht zu dunkel oder zu kalt. In lichtarmen Räumen brauchen sie weniger Wasser – passe die Gießmenge daran an.

Was tun, wenn deine Pflanze schon überwässert ist?

Manchmal passiert es trotzdem. Doch auch dann kannst du handeln:

  1. Gießen sofort stoppen – lass die Erde erst einmal komplett abtrocknen.

  2. Topf kontrollieren – hebe die Pflanze vorsichtig heraus. Wenn die Wurzeln noch weiß und fest sind, besteht Hoffnung.

  3. Matschige Wurzeln abschneiden – nutze sauberes Werkzeug, um verfaultes Gewebe zu entfernen.

  4. Frische Erde verwenden – topfe die Pflanze in ein lockeres Substrat mit Drainage um.

  5. Langsam erholen lassen – stelle sie an einen hellen, warmen Ort, aber nicht in direkte Sonne.

Mit etwas Geduld kannst du viele Pflanzen retten, wenn du Überwässerung rechtzeitig erkennst.

Affiliate-Hinweis

Transparenz ist mir wichtig: Einige Links in diesem Beitrag sind Affiliate-Links. Das bedeutet, ich erhalte eine kleine Provision, wenn du über diese Links kaufst. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten, und du unterstützt damit meine Arbeit an diesem Blog.

Nach oben scrollen